Visitenkarte

Eine Visitenkarte ist ein bedrucktes Kärtchen aus Pappe, das Name, berufliche Position sowie die Kontaktdaten der übergebenden Person enthält. Das in Europa übliche Format ist das sogenannte Scheckkartenformat (85 mm x 55 mm). Abhängig vom individuellen Gestaltungswunsch sind aber auch abweichende Formate möglich.
Visitenkarten werden beim ersten persönlichen Kennenlernen zweier Gesprächspartner überreicht. Sie dienen dem Zweck, sich dem Gesprächspartner bekannt zu machen, in Erinnerung zu bleiben und bei gewünschter Kontaktaufnahme schnell erreichbar zu sein. Die Speicherung der Visitenkartendaten erfolgte in der vor-digitalen Zeit durch manuelles Übernehmen in die unternehmenseigene Kontaktdatenbank. Zudem wurden die Visitenkarten häufig in speziellen Aufbewahrungssystemen (z.B. Rollkartei) abgelegt.

Mit dem zunehmend papierlosen Datenverkehr im Zuge der Digitalisierung hat sich der Stellenwert von Visitenkarten gewandelt. Kontaktdaten können schnell und einfach per E-Mail, Smartphone oder über soziale Netzwerke geteilt werden. Das Zurückgreifen auf Printprodukte und das mühsame Abtippen von Kontakten erscheint in diesem Lichte wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Dennoch bleiben die kleinen Kärtchen unverzichtbar im Geschäftsverkehr. Als haptische Botschafter dienen Visitenkarten nicht mehr nur der Übermittlung von Kontaktdaten, sondern unterstreichen durch individuelles Design auch Persönlichkeit und Stellenwert des Überreichenden. Zudem kann durch die Gestaltung im Corporate Design das zugehörige Unternehmen in Szene gesetzt werden.

Für die schnelle Übertragung der Kontaktdaten aus Visitenkarten stehen verschiedene Smartphone-Anwendungen zur Verfügung. Einfache Scan-Apps wandeln die Visitenkarteninhalte in Datensätze um, die dann zur weiteren Datenverarbeitung exportiert werden können. In speziellen Lead-Management-Apps ist diese Scan-Funktion ebenfalls enthalten. Allerdings gehen diese Apps noch einen Schritt weiter: Sie übertragen die Kontaktdaten neuer Interessenten, sogenannter Leads, direkt ins Kunden-Management-System. Von dort aus kann zeitnah die weitere Kommunikation in Gang gebracht, neue Termine geplant und der gesamte Schriftverkehr dokumentiert werden.

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