Messegeschäft: Coronavirus sorgt international für Absagen

Die Auswirkungen des aus China stammenden Coronavirus auf das nationale und internationale Messegeschäft zeichnen sich immer deutlicher ab. Sowohl Aussteller als auch Besucher aus dem asiatischen Raum bleiben zahlreichen Messen fern. So fehlten auf der Berliner Fruit Logistica rund die Hälfte der chinesischen Aussteller, die Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente Verzeichnet einen Rückgang von 5 Prozent, und bei der internationalen Süßwarenmesse in Köln sagten immerhin sieben der 70 Aussteller aus China ab. Auch die Zahl der chinesischen Fachbesucher fiel auf den deutschen Messen deutlich geringer aus als im Vorjahr. Dabei ist für die gesunkenen Teilnehmerzahlen nicht nur die Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Virus verantwortlich, sondern auch der eingeschränkte Flugverkehr zwischen China und Europa.

Absagen noch größerer Tragweite hagelte es auf internationalem Messeparkett: Bei der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona verzichten die beiden wichtigsten Aussteller, die Tech-Riesen LG und Ericsson, wegen des Coronavirus auf ihre Teilnahme. Und auch das Auslandsgeschäft deutscher und europäischer Messegesellschaften gerät durch behördlich angeordnete Veranstaltungsabsagen oder -verschiebungen ins Straucheln: So können mehrere Veranstaltungen der Messe Frankfurt, darunter die SIAF-SPS Industrial Automation Fair in Guangzhou und die Intertextile Shanghai Apparel in Peking, nicht stattfinden. Auch die Koelnmesse verschiebt ihre Möbelfertigungsmesse auf unbestimmte Zeit. Ebenfalls abgesagt wurde der asiatische Ableger der Kunstmesse Art Basel in Hongkong.

Indes geben deutsche Gesundheitsämter Entwarnung hinsichtlich einer Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus auf nationalen Messegeländen. Bei strenger Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie häufigem Händewaschen, der Verwendung von Desinfektionsmitteln, zusätzlichen Reinigungsgängen für Flächen mit häufigem Handkontakt sowie dem vorübergehenden Verzicht auf das Händeschütteln sei die Infektionsgefahr sehr gering, teilte etwa das Gesundheitsamt Frankfurt mit.

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