IT-Messe am Ende: Endgültiges Aus für die CEBIT

Nach 32 Jahren geht die Ära der einst weltgrößten IT-Messe zu Ende. Schon seit längerer Zeit hatte die CEBIT in Hannover jährlich mit rückläufigen Standbuchungen und schwindenden Besucherzahlen zu kämpfen. Wichtige Aussteller wie etwa der IT-Gigant Microsoft oder die Deutsche Telekom und auch Premiumpartner wie IBM oder Huawei zogen sich zurück. Andere Aussteller kündigten an, künftig deutlich weniger zu investieren.

Der Versuch der Betreibergesellschaft Deutsche Messe AG der Veranstaltung mit einem innovativen Konzept aus einem Mix von Messe, Festival und Konferenz neue Impulse zu geben und so dem Abwärtstrend entgegenzusteuern, scheiterten. Von einst 800.000 Besuchern zur Jahrtausendwende kamen zur bis dato führenden Technologie-Messe im Juli dieses Jahres gerade einmal noch 120.000 in Niedersachsens Hauptstadt, davon sogar nur ein Drittel zahlende Gäste.

Das finanzielle Risiko war laut einem internen Bericht des Messevorstands nicht mehr tragbar. Die Gründe für den Negativtrend der einst weltgrößten Computer-Messe lägen vor allem in der rasanten Entwicklung der Digitalisierung und technologischer Trends, die in allen Branchen Einzug gehalten hat sowie in der thematischen Überschneidung und der erstarkten Konkurrenz innerhalb der Messebranche. Das Ende der CEBIT zieht auch personelle Veränderungen nach sich: Messe-Chef Oliver Frese hat in einer Erklärung angekündigt, das Unternehmen zum Jahresende zu verlassen.

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