DSGVO: Lead-Generierung nach neuer Datenschutz-Grundverordnung

DSGVO: Lead-Generierung nach neuer Datenschutz-Grundverordnung
Die DSGVO legt fest, welche auf Messen erhobenen personenbezogenen Daten wie verwendet werden dürfen
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Der Austausch personenbezogener Daten ist für den Messeerfolg eines Unternehmens unerlässlich. Durch das Inkrafttreten der DSGVO ergeben sich Veränderungen bei der Lead-Generierung am Messestand.

Visitenkarten

Nicht betroffen von der Neuerung der EU-Datenschutz-Grundverordnung sind demnach die bloße Übergabe von Visitenkarten oder Notizen zum Messestandbesucher. Werden die Daten allerdings elektronisch erfasst und verarbeitet, ist eine Verarbeitung ohne Zustimmung grundsätzlich verboten. Laut AUMA händigt der Besucher auf einem Messestand seine Daten allerdings eigenständig aus. Demnach kann von einer Einwilligung zur elektronischen Erfassung der Daten ausgegangen werden.

Informationspflicht und Werbeeinwilligung

Um dennoch der Informationspflicht nachzukommen, sollte bei der elektronischen Aufnahme des Kontaktes unmittelbar eine Bestätigungsmail versendet werden. In dieser muss der Kunde über die Speicherung seiner personenbezogenen Daten informiert, auf die Datenschutzerklärung des Unternehmens verwiesen und auf das Widerspruchsrecht hingewiesen werden. Zudem sollte sich das Unternehmen eine ausdrückliche Werbeeinwilligung einholen. Nur dann darf der Kontakt im vollen Maße genutzt werden. Dies betrifft etwa den Versand von Unternehmens-Newslettern, die als Werbe-Mail gewertet werden. Hier ist unbedingt eine ausdrückliche Werbeeinwilligung des Kontaktes notwendig.

Für die Erfassung der Messekontakte gibt es bereits Lead Management Apps, die einen datenschutzkonformen Prozess anbieten. Die Lead-App erbringt jederzeit den Nachweis, wann die Einwilligung zur Speicherung und Weiterverarbeitung des Kontaktes eingeholt wurde.

Quellen

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