Messestand: Systembau vs. Individualbau

Messestand: Systembau vs. Individualbau
Messestand: Systembau vs. Individualbau

Individualität und Einprägsamkeit stehen bei der Unternehmenspräsentation am Messestand an erster Stelle. Die passende Standbauweise setzt das eigene Firmenprofil wirksam in Szene.

Ob die Systembauweise oder aber ein konventionell konzipierter Messestand die geeignete Lösung für die erfolgreiche Präsentation ist, hängt vom Gesamtkonzept des Messeauftritts ab. Stärken und Vorteile bieten beide Bauweisen gleichermaßen.

Systembauweise

Der Systemstandbau ist noch verhältnismäßig jung, er stammt aus den 1970er Jahren. Damals überzeugte der Systemstand insbesondere hinsichtlich der Kosten. Einfache Stahlträger, Banner und Aufsteller bildeten die wesentlichen Bestandteile. Seither hat sich das Bild des Standes deutlich gewandelt, die baulichen Möglichkeiten für die vorgefertigten Module sind heute enorm vielfältig. Die meisten Messestände in Deutschland werden mittlerweile modular zusammengesetzt.

Ein wesentlicher Vorteil ist die mehrfache Verwendbarkeit der Systemteile. Da sowohl das Transportvolumen als auch die Lagerfläche gering sind, trägt eine Systembauweise zur Kostenreduzierung des gesamten Messeauftritts bei. Auf- und Abbau können schnell und effizient erfolgen. Auch das Messemobiliar wie Vitrinen, Kabinen, Counter und andere Elemente können aus Systemstand-Materialien hergestellt werden. Grafiken sind bei Veränderung von Kampagnen ohne großen Aufwand auswechselbar. Damit gelingt ein einheitliches Messedesign, das stets aktuell gehalten werden kann. Mobile Aluminiumrahmen, hochwertige Displays und praktische Verbindungselemente ermöglichen flexible Lösungen für unterschiedliche Grundflächen und Raumhöhen.

Vorteile Systembauweise

  • wiederverwendbar
  • variabel
  • flexibel
  • anpassbar
  • mit Individualbauweise kombinierbar
  • an verschiedene Messen anpassbar
  • nachhaltig

Nachteile Systembauweise

  • weniger individuell
  • wenige neue und überraschende Elemente

Individualbauweise

Der Individualbau wird häufig auch als konventioneller Messebau bezeichnet. Die konventionelle Bauweise des Messestands lässt keine Wünsche offen und ermöglicht den Fokus auf das Corporate Design. Vor der Etablierung des Systembaus war die konventionelle Bauweise die übliche. Mittlerweile gilt sie als die Königsdisziplin des Messebaus.

Der konventionelle Messestand ist immer eine maßgeschneiderte Lösung. Zwar kann der Individualbau auch Elemente von Systemen enthalten, der Fokus liegt aber auf einer systemunabhängigen Bauweise. Diese Konstruktionen bestehen aus Materialien wie Holz, Kunststoff, Metall oder anderen Baustoffen bzw. Materialkombinationen. Alle Elemente sind auf die Bedürfnisse des Ausstellers zugeschnitten. Die Planung ist entsprechend meist recht aufwendig. Die Umsetzung erfolgt häufig über den Messebauern angeschlossene Schreinereien oder Fertigungsstätten.

Vorteile Individualbau

  • Ideen gemäß der Corporate Identity umsetzbar
  • komplett an Kampagnen oder Projekten ausgerichtet

Nachteile Individualbau

  • preisintensiv
  • nicht komplett wiederverwendbar
  • wenig nachhaltig

Welche Bauweise ist die bessere?

Welche Bauweise eines Standes für ein Unternehmen die passende ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Übergänge zwischen der Systembauweise und dem Individualbau sind mittlerweile fließend. So können Systemstände durchaus auch individuelle Elemente enthalten. Die Systembauweise wird immer flexibler und bietet viele Sonderlösungen, die trotz modularer Bauweise einen individuellen Auftritt erlauben.

Grundsätzlich lässt sich sagen, das Systemstände die günstigere Variante für einen Messeauftritt sind, aber nicht die gesamte gestalterische Vielfalt ermöglichen. Abgesehen vom preislichen Aspekt sollte überlegt werden, welche Bauart besser zum geplanten Gesamtkonzept passt und der Zielerreichung des Messeauftritts dienlicher ist. Wer großen Wert auf Individualität legt, sollte einen konventionellen Ausstellungsstand bevorzugen.

Quellen

Schlagwörter / Themen
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